Текст песни
Nackt kommst du zur Welt, und nackt gehst du fort,
dazwischen sind Kleider, die Liebe, der Mord.
Ein Name wird gegeben, er passt wie ein Kleid,
die Rolle ist fertig – sie steht schon bereit.
Der eine wird Mörder, ich Sängerin,
der andre wird Ziel, und ich sing vom Geschick.
Wir kamen ins Licht, ohne Zeichen im Sinn,
kein Mal auf der Stirn – so gleich unser Beginn.
Wir suchten die Wärme, wir wollten nur Licht,
dann brachen wir alle, ergaben uns nicht.
Wir fielen, wir standen, wir gingen den Lauf,
bis Ende, bis Ziel – gaben niemals auf.
Uns allen versprach man ein großes Danach,
wir gaben Versprechen, ein Schwur, eine Sach.
Doch alles kehrt wieder, die Zeit dreht im Kreis,
es wiederholt sich – und keiner weiß, heiß.
Der Kreis ohne Risse, er trägt unser Jahr,
die Daten, die Zahlen, sie kehren so klar.
Nicht schlechter als früher – wir bleiben die Art,
mit Feind und mit Freund, so war’s offenbart.
Kein Lied bringt uns Frieden, auch Rache nicht Heil,
wir bleiben alleine in diesem Raum.
Doch Lyrik, sie bleibt in den Zeiten bestehn,
denn einer muss schreiben, was wirklich geschehn.
Ich schreibe nicht Trost, nicht das Ende gesetzt,
kein Heil, kein Siegel – nur Worte vernetzt.
Ich schreibe, dass bleibt, wenn die Welt sich verliert,
zu sehen, zu halten – was wirklich passiert.
Und das ist die Freiheit – nicht höher, nicht tief,
kein Töten, kein Schießen, kein Banner, das rief.
Nicht Angst, nicht Partei, nicht Schweigen im Haus,
nur schreiben, nur sagen: so sieht es aus.
Vielleicht wird die Welt eines Tages ganz müd,
die Fehler zu drehen – sie drehn sich doch blöd.
Ich bin kein Prophet – doch wer weiß, was passiert?
Aber. Es war. Und. Das sind wir.
Aber. Es war. Und. Das sind wir.
Aber. Es war. Und. Das sind wir.